Was ist der Unterschied zwischen einer FH- und einer ETH-Ausbildung?

Sowohl die Fachhochschulen (FH) als auch die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) bilden Ingenieurinnen und Architekten aus. Sie unterscheiden sich jedoch in mehreren Aspekten.


An den Fachhochschulen ist der Unterricht praxisorientiert. Je nach Vorbildung müssen zukünftige Studierende daher eine einjährige Arbeitswelterfahrung absolvieren, um die für das Studium erforderlichen Kenntnisse zu erwerben. An den ETHs baut das Studium stark auf Grundlagenfächern wie Mathematik und Physik auf; es schliesst an die gymnasiale Maturität an. 

Die Studierenden an Fachhochschulen werden in kleinen Klassen unterrichtet und profitieren von einem sehr guten Betreuungsverhältnis. Das ganze Jahr über gibt es benotete Leistungskontrollen in Form von schriftlichen Tests, Berichten und Präsentationen. An den ETHs sind die Klassen grösser, wodurch es weniger Raum für persönliche Kontakte und individuelle Betreuung gibt. Den Studierenden wird mehr Autonomie eingeräumt: die Teilnahme am Unterricht ist nicht obligatorisch und die Leistungskontrolle erfolgt erst zu Semesterende.

Im Rahmen des FH-Studiums werden konkrete Projekte durchgeführt, die häufig auf die Bedürfnisse von Industrie und Wirtschaft ausgerichtet sind. Das dreijährige Bachelorstudium an den Fachhochschulen führt zum Titel Ingenieur/in FH und ermöglicht einen direkten Berufseinstieg. Die Studierenden der ETH absolvieren eine generalistische Ausbildung, die es ihnen ermöglicht, in vielen Bereichen innovativ tätig zu sein oder eine führende Position zu übernehmen. Der Titel Ingenieur/in ETH wird nach Abschluss eines fünfjährigen Masterstudiums verliehen. 


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